Im Jahr 1676 warnte der Hofkanzler Ashaver Fritsch vor Zeitungen. Die unzeitige und arbeitsstörende Begierde nach dem Zeitungslesen würde süchtig machen. Es ist interessant, dass dieser Gelehrte bereits vor 333 Jahren ein Phänomen beschrieb, dem ich mich tagtäglich ausgesetzt fühle. Es gibt zu viele spannende Nachrichten, zu viel neues Wissen, von dem man sich all zu leicht ablenken lässt.
Ein anderes Phänomen ist die Vergänglichkeit der heutigen Neuigkeiten. Oft stoße ich beim Stöbern im Internet auf interessante Artikel und Seiten. Lese ich sie jedoch nicht sofort oder speichere sie ab, finde ich sie selten wieder, da sie in Zwischenzeit durch neuen Inhalt ersetzt worden sind. Um meinen Arbeitsprozess nicht zu unterbrechen, lasse ich sie deshalb in einem Browser-Fenster mit der Absicht sie später zu lesen offen. Wenn ich dann in der Bahn oder im Wartezimmer Zeit zum Lesen habe, helfen mir die offenen Browser-Fenster im Büro jedoch wenig.
Aus diesem Grund setze ich den Web-Dienst Instapaper ein, der mir dabei hilft, während Wartezeiten doch noch die spannenden Artikel zu lesen, die ich mir ansehen wollte.
‘Instapaper, oder die persönliche Überallzeitung’ weiterlesen
Lukas Pustina

